Das Beitragsbild des ARD radiofeature "Propagandaschlacht um Mariupol" zeigt einen russischen Soldaten vor dem Schriftzug Mariupol in den russischen Landesfarben.

das ARD radiofeature - Propagandaschlacht um Mariupol

Die Stadt Mariupol steht für die Brutalität des Krieges. Der Ukrainische  Präsident nennt sie eine „Heldenstadt“ .Die russische Propaganda versucht, die Ukraine für das Leid der Bevölkerung verantwortlich zu machen.

Von Christine Hamel

Die Hafenstadt am Asowschen Meer wurde seit Beginn des russischen Angriffskrieges  ununterbrochen bombardiert und beschossen. Die Angriffe auf die Entbindungsklinik und auf das Dramatheater, in dem Hunderte von Zivilisten Zuflucht gesucht hatten, werden als Kriegsverbrechen eingestuft. Seit dem 20. Mai ist die Stadt vollständig unter russischer Kontrolle.

Ein anderer Kampf um Mariupol tobt aber weiter: der Propagandakrieg. Die russische Seite holt Kriegs-Influencer in die Stadt, die vor den  Kameras des Staatsfernsehens beteuern, dass die Ruinen allein das Werk der Ukrainer seien. Der Propagandafilm „Mariupol – ich lebe“ zeigt russische Soldaten als selbstlose Retter. Sie versorgen die Überlebenden mit Brot, Butter und Medikamenten und finden in den Kellern der Stadt junge Mütter und Neugeborene.

2014 war Mariopol schon einmal unter Kontrolle pro-russischer Seperatisten. Zurückerobert wurde es vom  berüchtigten Bataillon Asow, zu dem  damals bekennende  Faschisten  zählten. Auch heute noch kämpfen bei Asow verschiedene ultranationalistische Kräfte – entsprechend euphorisch der Triumph der Kreml-Propaganda, dass sie in russischer Kriegsgefangenschaft sind. Das Leid der Menschen in Mariupol geht unterdessen weiter.

Propagandaschlacht um Mariupol - Doku über eine Stadt im Krieg

52:39 Min. Verfügbar bis 03.08.2027 Von Christine Hamel


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Propagandaschlacht um Mariupol - Journalistin Christine Hamel im Gespräch

das ARD radiofeature 07.08.2022 31:50 Min. Verfügbar bis 03.08.2027 WDR 5 Von Palina Milling


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Ausstrahlung am 07. August um 13.04 Uhr
Wiederholung am 07. August um 20.04 Uhr

Von: Christine Hamel
Redaktion im WDR: Thomas Nachtigall
Produktion: BR 2022